Gezeiten

Eine weitere regenerative Energiequelle sind die Gezeiten. Sie werden auch als Tiden bezeichnet. Es handelt sich um die Wasserbewegungen der Ozeane. Sie entstehen in Folge von Gravitation von Mond und Sonne durch Gezeitenkräfte. Vorwiegend sind die Gezeiten an den Küsten sichtbar. Der Mond hat dabei einen größeren Einfluss als die Sonne auf die Gezeiten. Daher gibt es in Zeiträumen von 25 Stunden zweimal Hochwasser und zweimal Niedrigwasser. Der Grund dafür ist, dass der Mond erst nach 24 Stunden und 49 Minuten wieder an der gleichen Stelle steht wie zuvor.

Die Gezeiten sind generell ähnlich stark verlaufende Phänomene. Ebbe und Flut sind meist nicht unterschiedlich stark, sondern nahezu konstant. Ab und zu kommt es aber auch zu deutlich größeren Gezeiten. Diese werden dann als Springtide bezeichnet. Zu einer solchen Springtide kommt es dann, wenn Sonne und Mond von der Erde aus gesehen auf einer Linie liegen. Die Wirkung von Sonne und Mond addiert sich dann zu einer besonders großen Tide. Im Gegensatz dazu kann sich aber auch eine ganz besonders kleine Tide, die sogenannte Nipptide, ergeben. Dies ist dann der Fall, wenn Halbmond herrscht. Die Sonne hat einen Anteil von 46 Prozent an der Tide.

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